Lange Zeit habe ich mit dem Gedanken gespielt eine Woche lang Saft zu fasten, ja sogar fast ein Jahr. Da mir das intermittierende Fasten sehr gut tut, will ich also probieren, in einer Woche meinem Körper möglichst viele Nährstoffe in Form von Säften zuzuführen. Es geht mir dabei nicht um Gewichtsverlust bzw. habe ich auch keine anderen gesundheitlichen Probleme. Ich bin aber sehr experimentierfreudig und möchte sehen wie mein Körper auf diese Nährstoffkur reagiert. 🙂  Anfang dieses Jahres war es dann soweit und ich habe mich näher mit dem Thema Saftfasten auseinander gesetzt, da ich nicht blind in solch ein „Projekt“ starten wollte. Ich war auf der Suche nach einer Art Guide, der mir Tipps für jeden Tag gibt. Im Netz bin ich leider bis auf einige Erfahrungsberichte nicht fündig geworden. Als ich mich nach Büchern zu dem Thema umschaute, fand ich „Reboot with Joe“ und entschloss mich das Buch zu kaufen.

Ich kann jetzt schon sagen, dass sich die Investition gelohnt hat. Reboot with Joe ist wirklich sehr gut geschrieben. Ich freue mich immer, wenn ich meine Sichtweisen zum Thema Ernährung in Büchern wiederfinde. Das Buch startet mit Joe’s persönlicher Geschichte und warum er dieses Buch geschrieben hat. Auf zahlreichen Seiten mit Erfahrungsberichten wird der Leser motiviert den Reboot zu starten. Ich hatte zwar das Verlangen direkt zu den Rezepten zu blättern, war aber stark genug alles in Ruhe durchzulesen. 🙂 Ich war anfänglich skeptisch bezüglich des Hungerempfindens, da ich mir nicht vorstellen kann von Saft „satt“ zu werden. Der Knackpunkt ist aber folgender: Bei dieser „Saftdiät“ (wobei es im Grunde keine Diät ist) trinkt man keine herkömmlichen Säfte, die beispielsweise durch starke Erhitzung haltbar gemacht werden. Es werden ausschließlich frische kaltgepresste Säfte in Kombination mit Gemüse und Obst getrunken. Dadurch ist eine sehr gute Nährstoffkombination der Mikronährstoffe gegeben  und zudem werden hitzeempfindliche Nährstoffe & Vitamine nicht zerstört. Es gibt diverse Online Händler bei denen man die entsprechenden Säfte bestellen kann. Für eine Woche bezahlt man jedoch gut 100-150€, man hat keinen „Mentor“ und kann dadurch viel falsch machen. Mit dem Buch in meiner Hand fühle ich mich gut „begleitet“ und informiert. Ich finde besonders beeindruckend, dass verschiedene Möglichkeiten eines „Reboots“ angeboten werden. Von 3 über 5 Tage bis hin zu 30 Tagen in Kombination mit fester Nahrung oder nur Säften ist alles sehr gut dokumentiert. Zu jedem Reboot ist eine entsprechende Einkaufsliste der Zutaten vorhanden, das erspart wirklich viel Arbeit und Zeit.

Jeder Tag ist gegliedert in Frühstück, Snack, Mittag, Snack, Abend, etc.. Insgesamt werden 4-6 Säfte pro Tag, mit jeweils 500ml, plus Tee & Kokoswasser getrunken. Hinter den jeweiligen „Mahlzeiten“ steht der Rezeptname. Hier fehlt leider die Seitenangabe, so muss man wirklich viel blättern. Ich muss mal schauen ob ich mit Hilfe von Post-Its die Rezepte schneller finde.

Da ich keine Fertigsäfte verwenden wollte und mich ein Slow Juicer schon länger fasziniert hat, habe ich ihn dann nach langer Suche gefunden und gekauft. Das Angebot an Geräten ist unglaublich groß. Für mich war wichtig: BPA frei, leicht zu reinigen und eine maximale Saftausbeute zu haben. Die Preise erstrecken sich von 70€ bis  700€. Für ein gutes Produkt bin ich gerne bereit etwas mehr zu zahlen, 700€ sind mir aber einfach zu viel. Ich habe dann nach tagelanger Recherche den „CASO SJW 400“ gefunden, der mit 209€  noch unter meiner Schmerzgrenze liegt und alle geforderten Eigenschaften besitzt. Die Technik des CASO SJW 400 ist einfach genial. Ich habe bereits jetzt vor dem Reboot damit begonnen jeden Tag einen frischen Saft zu trinken und freue mich jedes Mal wenn der Entsafter läuft. 🙂 Die Trennung von Saft und Trester ist phänomenal. Aus einem Hahn kommt der frische Saft, auf der anderen Seite kommt der Trester, der aussieht wie ein Müsliriegel. Ich habe auch versucht das ausgepresste Obst und Gemüse nochmal zu pressen, keine Chance. 🙂 Der Entsafter arbeitet wirklich so effizient, dass die Rester keine auspressbare Flüssigkeit mehr enthalten. Zudem ist der komplette Geschmack im Saft, so dass die Faserreste nach nichts schmecken.

Ich werde für jeden Tag ein extra Beitrag machen um euch die Rezepte (soweit es das Copyright erlaubt) vorzustellen und meine Erfahrung mitzuteilen. Ich bin mega motiviert und freue mich wenn es bald losgeht.

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