VEGAN BASICS

Der Weg ist das Ziel!

Viele Umstellungen, egal ob in der Ernährung oder in anderen Lebenssituationen, werden zunächst kritisch betrachtet (das liegt in der Natur des Menschen). Es ist wichtig, dass du anfangs nichts überstürzt, sondern gut informiert in deinen neuen Lebensabschnitt startest. Der Körper muss sich an neue Lebensmittel gewöhnen. Es kann also sein, dass du in der Anfangszeit Änderungen in deiner Verdauung feststellst.

Vegan Starter Guide

• Informationen sammeln. Einen Großteil findest du auf dieser Website.

• Welche Vitamine und Mineralstoffe sind in welchen Lebensmitteln vorhanden?

• Auf welche Vitamine und Nährstoffe muss ich besonders achten, etc.?

• Wo habe ich das beste und qualitativste Sortiment für Bio-Lebensmittel?

• Taste dich mit Spaß und somit kontinuierlich an „neue“ Lebensmittel und pflanzliche Rezepte heran.

• Sofern möglich, bereite die Mahlzeiten (z. B. für die Arbeit) am Wochenende vor (Dips, Saucen, Riegel, etc.). Das erspart dir Stress und spart Zeit unter der Woche.

• Erstelle dir einen Ernährungsplan für die kommende Woche und schreibe ggf. die Quelle der Rezepte dazu. So findest du schnell die Zubereitungshilfen.

• Eine Ernährungsumstellung ist keine Diät, sondern eine dauerhafte Änderung des Essverhaltens. Deshalb ist es wichtig nicht alle „Sünden“ auf einmal, sondern kontinuierlich von deinem Speiseplan zu streichen und gegen gesunde Alternativen zu ersetzen. Du wirst feststellen, dass du den ganzen Müll nicht vermissen wirst!

Dein Körper benötigt je nach Altlasten ca. 4 Wochen für die Ernährungsumstellung. Anschließend verlangt dein Körper nicht mehr nach ungesunden Lebensmitteln, da er die neuen Energielieferanten schätzen gelernt hat. Während dieser Zeit können Entgiftungserscheinungen eintreten. Diese können sich u. a. durch Kopfschmerzen, Müdigkeit bis hin zu Blähungen  äußern. Dieser Prozess ist bei jedem Menschen anders, da mehr oder weniger gesund im Vorfeld gegessen wurde.

Anschließend wirst du mit einem völlig neuem Körpergefühl belohnt, welches sich durch bessere Laune, mehr Leistungsfähigkeit und vielen weiteren positiven Eigenschaften auszeichnet.

Woher beziehe ich meine Lebensmittel?

Versuche den Großteil deiner Lebensmittel aus ökologischen Anbau zu beziehen. Ich persönlich unterstütze dabei gern Verbände wie NATURLAND, BIOLAND oder DEMETER, da diese noch strengere Richtlinien als die EU-Öko-Richtlinie haben und Kleinbauern unterstützen. Diese Lebensmittel findest du in jedem Bioladen und mittlerweile auch in zahlreichen Supermärkten oder auch in zahlreichen Online Shops. Bioprodukte von Discountern meide ich, da ich die Preispolitik und die damit verbundene Ausbeutung von Mensch, Tier und Umwelt nicht gut heiße. Qualitativ wirst du auf jeden Fall den Unterschied schmecken.

Warum keine Lebensmittel aus konventionellem Anbau? Ganz einfach: Das, was eine Pflanze an Nährstoffen aus dem Boden bekommt, wirst du später konsumieren. Da häufig Monokulturen eingesetzt werden, besitzt der Boden keine organischen Nährstoffe und ist stark mit Pestiziden verunreinigt und wurde künstlich gedüngt. Durch Pestizide, auch bekannt als „Pflanzenschutzmittel“, verliert die Pflanze ihre Eigenschaft sich gegen Fressfeinde zu wehren. Die wichtigen Nährstoffe, sozusagen das Immunsystem der Pflanze, in Form von Mineralien und Antioxidantien sind dann nur noch in sehr geringer Menge vorhanden. Ergo müsstest du viel mehr essen, um deinen Nährstoffbedarf zu decken.  Damit meine ich nicht das Kalorienzählen, sondern die Betrachtung der Inhaltsstoffe (Vitamine, Mineralien, etc.).

In der ökologischen Landwirtschaft werden keine Pestizide eingesetzt. Das macht sich auch in dem Geschmack der Lebensmittel bemerkbar. Zusätzlich schützt du noch die Umwelt, da der Boden nicht verunreinigt (Grundwasserverschmutzung) wird und die CO² Emission bei der Produktion mitunter niedriger ist, da z. B. durch den Verzicht auf Pestizide keine zusätzlichen Fahrten auf Äckern entstehen.

Grundnahrungsmittel bei meiner veganen Ernährung

Es gibt gewisse Grundnahrungsmittel, die mir speziell im sportlichen Bereich aber auch im Alltag das Maximum an Leistung geben. Diese können selbstverständlich auch verwendet werden, wenn die sportliche Aktivität weniger im Vordergrund steht, da sie hohe Vitamin- und Mineralvorkommen besitzen. Die Übersicht zeigt nur die „wichtigsten“ Lebensmittel. Hier spielt auch der eigene Geschmack eine große Rolle. Daher dient die Tabelle als Richtwert. Auf die einzelnen Lebensmitteleigenschaften gehe ich in der Rubrik Nährstoffe ein.

Gemüse (Pseudo)getreide und Nüsse Obst Getränke Sprossen
Zucchini Quinoa Banane Kokoswasser Brokkolisprossen
Paprika Amaranth Datteln  Ginger Ale Radieschensprossen
Zwiebeln Hirse Äpfel
Knoblauch Buchweizen Mango
Möhren Leinsamen Birne
Süßkartoffeln Sesam
Kichererbsen & Kidneybohnen Walnüsse, Cashews, Mandeln, etc.
Pilze
Mangold
Salat
Tomaten