WARUM VEGAN?

Was bedeutet vegan?

Sich vegan zu ernähren bedeutet auf alle tierischen Lebensmittel wie Milch, Eier, Butter, Fleisch, Fisch, Käse, Joghurt und Honig zu verzichten. Auch Produkte wie Leder, Wolle, Seide und kosmetische Artikel mit tierischen Inhaltsstoffen werden gemieden. Ich hätte früher nie gedacht, dass ich mich komplett vegan ernähren würde. Das alles kam Stück für Stück und nicht über Nacht. Don’t Panic!

Der Begriff vegan ist kein geschützter Begriff und könnte absurderweise auch auf tierischen Produkten angebracht werden. Aus diesem Grunde wurde das „European Vegetarian Union Label“ eingeführt. Dieses gibt dir durch Überprüfung der Lebensmittel die Sicherheit, dass das Produkt vegan ist. Andernfalls kannst du die Hersteller direkt anschreiben und nachfragen. Ich habe bisher immer ein gutes Feedback erhalten.

Warum vegan?

Neben meiner persönlichen ethischen Verantwortung gegenüber Lebewesen möchte ich nicht für deren Leid verantwortlich sein. Ebenfalls entziehe ich mich dadurch einem kranken System, welches auf Ausbeutung und Umweltverschmutzung aufbaut. Zudem haben sich mein Körpergefühl und meine Gesundheit seit der Umstellung enorm verbessert. Ich zeige dir anhand von meinen Erfahrungen, wie du deine Ernährung problemlos auf eine pflanzliche Kost umstellen kannst. Die Vorteile einer veganen Ernährung sind u. a. höhere Leistungsfähigkeit im Sport, schnellere Regeneration nach Workouts, ein besseres Hautbild, bessere Verdauung, stärkeres Immunsystem, mehr Energie im Alltag, sowie Minderung/Heilung anderer Zivilisationskrankheiten wie z. B. Diabetes und Bluthochdruck.

Nebenbei schützt du die Umwelt (durch die Fleischproduktion werden viele Rohstoffe verbraucht und die Umwelt stark verschmutzt) und vermeidest damit den Klimakiller Nummer 1 „Rindfleisch„. Die krankheitsbedingten Folgen des Fleischkonsums können sich auch erst nach Jahren oder im hohen Alter zeigen. Das Oma und Opa keine Zähne mehr haben ist nicht normal. Milch macht die Knochen weich, weil das darin enthaltene Calcium entzogen wird. Des Weiteren ist es nicht normal, dass sie jeden Tag eine gute Handvoll Tabletten zu sich nehmen müssen. Deshalb finde ich es für mich umso wichtiger, bereits jetzt vorzubeugen! Es ist nie zu spät um ein besseres Leben zu starten. Das gilt für alle Geschlechter und Altersgruppen, auch Oma und Opa können deutlich angenehmer leben. Pay the farmer, not the pharma.

Das Grundgerüst

Das Grundgerüst einer gesunden und optimalen Ernährung für den Körper besteht aus  pflanzlicher Vollwertkost, welche basische sowie stressreduzierende Lebensmittel beinhaltet. Mit dieser Kombination ist der Körper in der Lage, sich schneller zu regenerieren und seinen Hormonhaushalt optimal auszugleichen um den Großteil seiner Energie anderweitig zu verwenden. Zum Beispiel zur Regeneration oder zum Muskelaufbau. Bei der „Omnivoren Ernährung“ wird ein großer Teil der Energie dazu verwendet, um die Nahrung zu verdauen. Eine vegane Ernährung bedeutet nicht nur Kraut und Rüben. Überzeuge dich am besten selber in der Rezepte Rubrik davon. 🙂

Das Grundgerüst einer ausgewogenen veganen Ernährungsweise besteht aus überwiegend unbehandelten Lebensmitteln. Das heißt, die Produkte sind größtenteils in ihrer Urform (roh) oder nur wenig verarbeitet. Ein Fertiggericht durchläuft beispielsweise viele Schritte bis zum Endprodukt. Durch minderwertige Zutaten, hohe Erhitzung (welche die Bildung von Transfetten fördert) und leere Kalorien ist das Produkt für eine gesunde Ernährung ungeeignet. Der Körper benötigt mehr Energie um die „Nahrung“ zu verdauen, als er daraus bekommt. Somit befindest du dich in einer negativen Energiebilanz. Folgen sind Völlegefühl und Müdigkeit. Vegane Fertiggerichte sind unter Umständen nicht gesünder als Fleischhaltige, nur weil das V-Label aufgebracht ist. 😉

Das Gegenstück dazu sind Gemüse, Pseudogetreide und Obst und Sprossen, welche unverarbeitet sind, aus biologischem Anbau stammen und somit das Grundgerüst einer ausgewogenen Ernährung bilden.

Der Körper benötigt für die obigen Beispiele nur wenig Energie, um die einzelnen Stoffe der Nahrung aufzuschlüsseln und im Körper zu verteilen. Zusätzlich besitzt vor allem grünes Gemüse die Eigenschaft stark basenbildend zu sein. Das enthaltene Chlorophyll (Hämoglobin der Pflanze) beugt Entzündungen und Übersäuerung vor und hilft bei der Zellerneuerung. Sozusagen die Verjüngungskur von innen.

Was sind basische Lebensmittel?

Es existieren basische-, leicht und stark säurebildende Lebensmittel. Letztere öffnen die Tür für allerhand Krankheiten und Beschwerden im Körper. Ist ein Körper übersäuert, ist er anfälliger für Krankheiten und verliert an Muskelleistung. Zum Verständnis ein paar Beispiele für basische und saure Lebensmittel. Mehr dazu im Beitrag.

basisch stark säurebildend
Tee (außer Schwarztee) Fleisch (Geflügel, Rind, Schwein)
Obst (Mango, Birnen, Datteln, Orangen, etc.) Fisch
Gemüse (Blumenkohl, Erbsen, Gurken, Paprika, etc.) Milchprodukte (Milch, Käse, Joghurt)
Leinsamen weißer Zucker
Hanf Butter

Ernährungsstress vorbeugen

In der heutigen Zeit ist der Körper u. a. durch psychischen Stress, welcher durch Arbeit, Familie oder Partnerschaft verursacht wird ausgesetzt. Vielen Menschen sind sich nicht bewusst, dass durch falsche Nahrungsmittel der überwiegende Teil an Stress entsteht. Diese Stressform wird als Ernährungsstress bezeichnet. Schlechter Stress fordert seine Tribute. Der Körper tendiert schneller zu Fettanlagerungen (auch während Diäten und beim Sport), Heißhunger auf Süßes und kohlenhydratreiche Lebensmittel, einer schlechteren Schlafqualität und einer schnelleren Alterung.

Der Körper hat bei schlechten Lebensmitteln (z. B. Zucker, Weißmehl, Fleisch), welche wenige Makronährstoffe beinhalten, einen enormen Energieaufwand, um diese aus der Nahrung zu extrahieren. Durch die Anstrengungen während der Verwertung steht der Körper unter Stress. Die gute Nachricht ist, der Stress lässt sich vermindern. Hierbei kommen die größten Helfer aus der Natur. Mit ihrer basischen Eigenschaft und ihrer leichten Verdaulichkeit, benötigt der Körper weniger Energie für die Verdauung. Im Umkehrschluss arbeiten die Nebennieren weniger und schütten weniger Stresshormone aus.