Durch mein Saftfasten Experiment und durch Frank, seinerzeit Geschäftsführer von naturARTen, bin ich auf das Thema 90/10 aufmerksam geworden. Ich möchte mich ohne großes Tamtam so natürlich, wie es mir möglich ist, ernähren. Ich verbinde mit Ernährung Spaß und Körpergefühl und weniger mit den Themen Kalorien zählen und Diäten, so wie ich es oftmals sehe.

Was ist 90/10?

90/10 ist eine naturnahe und simple Ernährungsweise und kein neumodisches Diätsystem. 90 % Wasser und 10 % Makronährstoffe. Klingt erst mal verrückt oder? Betrachten wir unsere ersten Monate als Mensch auf dieser Welt: In dieser Lebensphase besteht unsere erste Nahrung optimaler Weise aus unserer Muttermilch. Damit meine ich die Muttermilch von Menschen und nicht von anderen Spezies wie zum Beispiel Kuhmilch. Die menschliche Muttermilch setzt sich aus ca. 90 % Wasser und aus 10 %  Makronährstoffen (Kohlenhydrate, Eiweiße, Fette) zusammen. Dadurch sind wir im Baby- und Kleinkindalter gut hydriert. Dieser Umstand nimmt bei der Mehrheit im Laufe der Zeit ab, weshalb sie zu Dehydrierung neigen. Im 90/10 Prinzip geht es nicht darum, 90 % Wasser zu trinken, sondern den Großteil des Wasserbedarfs über die Nahrung zu decken. Das geht wunderbar in Form von zum Beispiel Obst.

Dehydrierung

Unser Körper kann mit verarbeiteter Nahrung nicht bzw. schlecht umgehen. Damit ziele ich nicht auf die Inhaltsstoffe, sondern auf den Wassergehalt ab. Brot, Nudeln, Reis, Käse, etc. sind sehr trockene Lebensmittel. Folglich muss sehr viel Wasser getrunken werden, um den Wasserhaushalt im Körper annähernd auszugleichen. Das gelingt jedoch den Wenigsten. Die Folgen können Krankheiten aller Art sein, da der Körper aus dem Gleichgewicht gerät. Durch zu wenig Wasser verlangsamt sich der Stoffwechsel im Körper, wodurch wichtige Prozesse nicht mehr wie gewohnt ablaufen können. Deshalb ist es wichtig einen Großteil seiner Nahrung in einer möglichen naturreinen Form zu sich zu nehmen. Darunter zähle ich Obst, Gemüse, Wildkräuter und gekeimte Samen. Warum die Keimung von Samen so wichtig ist, habe ich hier näher erläutert. Auch trockene Produkte wie Proteinpulver verlangen einen hohen Wasserausgleich.

Energiemangel

Durch zu wenig Wasser kann ein Energiemangel entstehen. Der Körper benötigt viel Energie um verarbeitete und sehr trockene Lebensmittel zu verstoffwechseln. Dadurch ist es möglich, dass du in ein Energiedefizit gerätst. Das bedeutet: Dein Körper verbraucht mehr Energie, als er aus der Nahrung gewinnt. Das ist unter anderen auch der Grund, weshalb ich keine Kalorien zähle. Im Körper finden zu viele Prozesse statt, welche die Kalorienangabe auf den Verpackungen nicht abdecken. Sie sagen wenig über die tatsächliche Verwertbarkeit aus. Denn je besser du hydriert bist, umso effektiver funktioniert dein Stoffwechsel und die Verwertung von Nahrung. Angenommen du isst 500 g Nudeln. Wie viel Prozent der angegebenen Kalorien werden wirklich verwertet?

Täglichen Wasserbedarf überprüfen

Anhand des 90/10 Calculators erhältst du ein besseres Bild von deiner tatsächlich Wasserbilanz und der daraus resultierenden Energieversorgung. Eine entsprechende Anleitung zum Calculator findest du auf der 90/10 Seite von naturARTen. Der Calculator ist noch in der Weiterentwicklung und rechnet daher noch etwas träge. 😉

Meine Ergebnisse erklärt (rechte Spalte „Berechnung“):

90/10 Bewertung: Note 6 ist gut (10 ist die Bestnote)

Wasseranteil (%) gesamt: 91 % Wasser beinhaltet meine Nahrung

Wasser korrigiert gesamt: Feste Nahrung, in meinem Fall Kartoffeln, verbrauchen viel Wasser, weshalb dieser Wert als tatsächlicher Wert zählt

Empfehlung Wasser /ml: 558 ml mehr Wasser, optimalerweise in Form von Früchten, zu mir nehmen

Kalorien korrigiert /kcal: Von den 2750 kcal stehen meinem Körper nach Verstoffwechselung theoretisch 1558 kcal zur Verfügung. Wenn ich schlecht kaue, gestresst  oder mental nicht gut gelaunt bin, liegt der tatsächliche Wert weiter unten.

Empfehlung: 770 g meiner bestehenden Lebensmittel, gegen Lebensmittel tauschen, die weniger Wasser zur Verstoffwechselung benötigen. Zum Beispiel Süßkartoffeln anstelle von Kartoffeln.


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