Die perfekte Morgenroutine finden, wäre das nicht schön? Google sprudelt nur so vor Suchergebnissen zu diesem Thema.  Aber was ist schon perfekt? Mein perfekt ist anders als deins. 🙂 Eine Pauschalisierung ist schlicht weg nicht möglich, dafür ist der Tagesablauf bei uns zu verschieden. Wenn ich überwiegend in der Spätschicht arbeiten würde, hätte es keinen Vorteil für mich, wenn der Wecker 05:00 Uhr in der Früh klingelt. Ich gebe dir als Inspiration einen Einblick in meine Morgenroutine.

Background

Ich habe eine 40 Stunden Arbeitswoche (gewöhnliche Arbeitszeiten sind von 06:30 Uhr bis 15:15 Uhr), Frau und Kind, ein großes Grundstück zu pflegen und Vegan-Fit mehr oder weniger als „Hobby“. Anhand meines Alltags versuche ich so produktiv wie möglich zu sein aber dennoch das Leben zu genießen und mich nicht zu sehr zu stressen (was bis vor einem halben Jahr noch der Fall war). Ich wollte zu viel auf einmal. Ein besonderes Buch hat mir dabei geholfen mehr zu mir selbst zu finden.

Aufstehen

Bis vor 1 1/2 Jahren bin ich um 06:00 Uhr aufgestanden und habe 06:15 Uhr das Haus verlassen. Durch die Arbeiten an meinem Buch VEGAN AKTIV habe ich gemerkt, dass ich am Nachmittag und am Abend wenig Zeit hatte und nicht konzentriert durcharbeiten konnte. Deshalb habe ich angefangen Stück für Stück früher aufzustehen und habe mich Etappenweise 05:00 Uhr genähert. Somit hatte ich mehr als eine Stunde täglich Zeit um an meinem Buch zu schreiben. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und so hat es sich schnell eingeschliffen, dass ich eine Stunde eher aufgestanden bin, um meine Sachen zu erledigen, um dadurch am Nachmittag/Abend mehr Zeit für andere Dinge zu haben. Morgendliche Tätigkeiten sind für mich sehr entspannend und meditativ geworden. So kam es im Sommer auch des Öfteren vor, dass ich 05:30 Uhr bereits den Garten „bewirtschaftet habe“. 🙂 Das Gefühl, zu wissen, dass man quasi allein wach ist, bringt mir eine ungemeine Entspannung. Sofern keine Arbeiten im Grundstück oder zeit-intensive Projekte bei VEGAN-FIT anstehen, so wie jetzt im Winter, beginnt mein Tag wie folgt:

    • 05:00 – 05:30 Uhr
      • Aufstehen (gehen wir für den weiteren Verlauf von 05:00 Uhr aus]
    • 05:00 – 05:15 Uhr
      • Ab ins Bad und fertig gemacht, Essen und Trinken (am Abend zuvor vorbereitet) in die Arbeitstasche packen
    • 05:15 – 05:45 Uhr
      • 2 Gläser Wasser trinken, dehnen und leichte Mobility-Übungen (leise Musik im Hintergrund z. B. das hier – komplette Stille ist für mich, begründet durch meinen Tinnitus unangenehm)

Vorteile am zeitig Aufstehen

Den größten Vorteil für mich sehe ich in der Ruhe und in der Klarheit im Kopf, die noch durch keine Eindrücke über den Tag hinweg „getrübt“ ist. Das Gefühl, früh bereits etwas zu tun, wenn mein Umfeld noch schläft, ist für mich ein sehr gutes Gefühl. Ich bin bereits mitten im Geschehen, wenn der Großteil erst erwacht. Das frühe Aufstehen setzt ein frühes (relativ gesehen) zu Bett gehen voraus. Mein Tag endet in der Regel irgendwo zwischen 20:30 Uhr und 22:00 Uhr. Wenn es mal später wird, verlagere ich die Zeit beim Aufstehen nach hinten, sodass der Wecker spätestens 06:00 Uhr klingelt. Soll heißen, das frühe Aufstehen ist für mich „drucklos“ und ohne Zwang. Wichtig für mich ist, dass ich auf meine durchschnittliche Nachtruhe von ca. 7 Stunden komme.

Warum morgens und nicht abends produktiv sein?

Das variiert natürlich wie anfangs erwähnt stark je Tagesablauf. Ich bin ein Morgenmensch und fange zeitig an zu arbeiten. Bei Spätschichten würde ich wahrscheinlich die Tätigkeiten eher in die späten Abendstunden bzw. die Nacht verlagern. Durch die erledigten Aufgaben am Morgen habe ich den Kopf tagsüber freier und verfalle nicht bzw. seltener in Stress. Die Stunde am Morgen ist meine „ICH-Zeit“. Mein Ansatz dabei ist folgender: Wenn ich mir keine Zeit für mich nehme, wie kann ich dann achtsam mit mir umgehen und folglich auch mit den Personen in meinem Umfeld? Die Balance muss jeder für sich selbst finden.

Morgenroutine am Wochenende?

Am Wochenende folge ich keiner besonderen Morgenroutine, denn das ist Familienzeit, die ich brauche und genieße. Das ist ein guter Cut um die Gewohnheiten (ja, auch die Morgenroutine ist eine Gewohnheit) der Woche zu unterbrechen.

Würde ich frühes Aufstehen empfehlen?

Auf jeden Fall! Probiert es aus bzw. schafft euch entsprechende Zeit für euch. Meine persönliche Empfehlung ist, sich schrittweise zu nähern und den Wecker im 10 – 15 Minuten Takt früher zu stellen. Seitdem ich mich daran gewöhnt habe, kommt mir „längeres“ ausschlafen teilweise schon befremdlich vor.


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